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zum Ausdruck zu bringen beabsichtigt, scheint weder dem 1nhalt der biir­ gerlichen noch dem der marxistischen Soziologie mehr zu entsprechen. Durch gemeinsame Anwendung bestimmter wissenschafHicher Kriterien in der praktischen Forschungsarbeit, zeichnen sich immer starker gewisse Ge­ meinsamkeiten der beiden soziologischen Richtungen abo Die Absicht, den realen Sachverhalt gegeniiber der ideologischen Wertung zu betonen, ver­ anlaBte den Verfasser sowohl den Terminus der biirgerlichen als auch den der marxistischen Soziologie nur in Anfiihrungszeichen zu gebrauchen. Nach der Auffassung der institutionellen Gesellschaftslehre besteht der wesentliche Unterschied zwischen marxistischer und biirgerlicher Soziologie nicht in der Methode, sondern in der theoretischen Konzeption (Sozialphilosophie) und in der Methodologie. Die Gesellschaftstheorie des institutionellen Marxismus fordert auch heute noch, daB die grund­ satzlichen Aussagen des historischen Materialismus iiber die Entwicklungs­ gesetze der menschlichen Gesellschaft 1 als verbindliche theoretische Vor­ aussetzung der marxistischen Sozialforschung angesehen werden. Die von den Produktivkraften bestimmte Menschheitsentwicklung miisse demnach mit Naturnotwendigkeit die Entwicklungsetappen yom Urkommunismus bis zum Sozialismus und Kommunismus durchlaufen. Die biirgerliche Soziologie - obwohl sie keine entsprechend umfassende Theorie entgegen­ zusetzen habe - lehne die dynamische Gesellschaftstheorie des Marxismus wegen Mangels an Sachlichkeit (= materialistische Basis) und Angst vor revolutionaren Umwalzungen (= interessenmaBige Gebundenheit an das kapitalistische System) abo Der erkenntnistheoretische Weg zur Aufschliisselung sozialer Phanomene wird durch die Anwendung der drei Prinzipien der materialistischen Metho­ dologie, der Objektivitat, der GesetzmaBigkeit und der Parteilichkeit vor­ gegeben.

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DATEIGRÖSSE 7.37 MB
ISBN 9783663005919
AUTOR Gábor Kiss
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VERöFFENTLICHUNGSDATUM 06/02/2020

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