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Gottsched und die Wirkung der Tragödie

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Gattungen, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Institut für deutsche und niederländische Philologie), Veranstaltung: Hauptseminar: Kritik und Apologie des Theaters, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie bestimmt Gottsched, der einflussreiche frühaufklärerische Poetologe und Dichter, theoretische Gestalt und praktische Wirkung der Tragödie? Diese Arbeit versucht, die wirkungsästhetischen Grundzüge der Gottschedschen Poetologie, besonders im Hinblick auf die Tragödie, herauszuarbeiten. Dabei wird zunächst das Wesen der Dichtung bzw. das Verhältnis von Dichtung und Wirklichkeit untersucht. Im nächsten Schritt werden die Grundbegriffe von Gottscheds Tragödientheorie bestimmt, denn gerade die Tragödie hat für Gottsched eine herausgehobene Stellung innerhalb der Poesie.Anschließend werden verschiedene Konzeptionen des tragischen Helden, das Bewunderungskonzept und das Fehlerkonzept, analysiert. Damit hängt aufs Engste das Wirkungskonzept des Trauerspiels zusammen, das um die aristotelischen Begriffe eleos, phobos und katharsis kreist. Wo es hilfreich und notwendig ist, werden zentrale Stellen der Poetik des Aristoteles miteinbezogen. Abschließend wird auf die weitreichende wirkungsästhetische Dimension eingegangen, denn Theater und Trauerspiel wird im poetologischen System Gottscheds eine moralisch-didaktische Funktion zugeschrieben, die zur Stabilisierung eines politisch-sozialen Gemeinwesens, aber auch zur individuellen Versittlichung des Menschen beitragen soll.

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DATEIGRÖSSE 5.26 MB
ISBN 9783640358144
AUTOR Roman Shahriari
DATEINAME Gottsched und die Wirkung der Tragödie.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 01/02/2020

Eindeutig spricht Gottsched da, wo er um willen der Lächerlichkeit ein Laster geringer Schwere fordert. Andernfalls wäre die Wirkung eine schmerzvolle oder – wie es § 23, Kapitel IV, AT heißt – eine "[a]bscheuliche und [s]chreckliche", was eher Sache der Tragödie sei (§25, ebd.). Bei der Komödie geht Begleitmaterial für Pädagogen „Miss Sara Sampson“