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Walter Benjamins Konzept der Lektüre

Walter Benjamin (1892-1940), einem der schillerndsten Denker des 20. Jahrhunderts, gilt seit langem die akademische Aufmerksamkeit. Seine Werke sind fest in den Kanon der Philosophie und Literaturwissenschaft integriert. Die ausufernde Sekundärliteratur lässt eine Beschäftigung zunächst redundant erscheinen. Diese Studie besinnt sich aber auf ein grundsätzliches Problem, das in allen Kommentaren wiederkehrt: Die Schwierigkeit, eine derart bilderreiche und assoziative Schrift in klar umgrenzte Begriffe zu überführen und die weitreichenden Intuitionen argumentativ zu erschließen. Hier wird der Versuch unternommen, auf diese sprachliche und konzeptuelle Resistenz zu reflektieren. So werden die Probleme der Interpretation selbst zu integralen Momenten einer Interpretationstheorie. Diese findet ihren Ansatz in einem erweiterten Lektürebegriff. In der Figur eines exzessiven Lesers trifft das Vorhaben einer Entzifferung von Traum- und Warenwelt auf den Versuch, Erfahrungen lesbar zu machen. Dieser Aneignungsprozess Benjamins wird nachgezeichnet, um Auskunft darüber zu erhalten, wie er selbst zu lesen sei. So kommt es schließlich zu einer Lektüre des Lesens und der Rekonstruktion einer Bilderschrift. Dementsprechend wird ein Bedeutungsspielraum eröffnet, in dem die einzelnen Denkmotive an Kontur gewinnen können, ohne schließlich auf restriktive Thesen festgelegt zu werden. Dieser Versuch, Benjamins Physiognomie als Leser zu rekonstruieren, ist eher dem Essay als dem Kommentar verpflichtet.

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DATEIGRÖSSE 7.72 MB
ISBN 9783826046810
AUTOR Matthias Hein
DATEINAME Walter Benjamins Konzept der Lektüre.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 06/03/2020

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